Neues
Es ist vorbei.
Diese Bahnfahrten, diese schrecklichen Bahnfahrten. Tote Bäume rauschen an mir vorbei und das kalte Metall der Signalmasten. Es ist eng, die graue Wandverkleidung greift nach mir, zieht meinen Arm, das Fensterglas fließt, läuft wie Melasse zäh über meinen Kopf, eiskalt stechend in den Nacken. Nikotingelbe Jalousien fallen herunter, mein zerfurchter... Read More →
Reise und komm nie zurück.
Um sie herum schneeweiße Wände, ohne Makel, purer Schein. Sie liegt und ihre kleinen Hände greifen ohne Kraft hinein. Direkt ins Gleißen, rein in Sonnen, Lichter blendend aufgereiht. Ohne Not damit begonnen, es brennt wie Glut, sie möchte schreien. Figuren streifen ihren Körper, kalte Küsse auf der Haut. Schemenhafte Schattenmänner, grau in... Read More →
Sapporo.
Und er zieht über Land. Stapft durch den Schnee. Vorbei an Scheunen, Häusern, Schienen. Woran er denkt? An seine Freunde – Eisrosen, die an Fenstern Freunde mimen. Er schaut Sie an. Sie lachen zurück. Aus einem Haus erklingt ein Schrei. Sein Krankenhaushemd weht im Wind, er denkt sich nichts dabei. Schon zuckt es blau. Schnee spiegelt Effekte,... Read More →
Das kleine Mädchen mit der gelben Haarschleife.
Auf dem Schulhof schneidet sie die besten Grimassen, lacht schön laut und frei. Zuhause lässt sie sich anfassen – er sagt sonst wär alles vorbei. Bald wieder Sonntag, dann ist es wie immer, er kommt sie alle besuchen. Erst Ausflug, dann Kaffee und Kuchen, dann Keller: das Neonlicht scheint kalt und hart und mit jeder Berührung noch greller. Und... Read More →
Es ist kalt.
draußen schafft der räumdienst dreck spritzt wild zur seite klar ist heut: kein vogel fliegt Read More →
Prosa
Stimmen.
Hinter dem Fenster der Tod und das Grausen, kahle Bäume, blasse Wolken. Das Glas liegt kalt an meiner Schulter. Unten im Gleisbett reißen die Schienen auseinander und klatschen wieder zusammen. Es wird dunkel. Gelbes Licht beim nächsten Halt. Die Leute frieren am Bahnsteig. Ich höre was sie denken. Ich fürchte was ich höre. Ich lege meinen Parka... Read More →
Seminar.
Unter fadem Licht schlecht sitzende Anzüge und Kostümchen. Stifte schmieren auf Karopapier. Abgabenordnung, Gewerbesteuer, Hebesatz. Die Kleine am Stehtisch netzwerkt mit ihren Brüsten. Der Steuerpapst am Pult erfrischt selbstironisch. Nächstes Thema: Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit. Viele gehen. Ein Seelsorger tritt auf. Dann: Existenzgründung... Read More →
Im Goldregen, im Blattgoldrauschen.
Abend am Hospital. Der Helikopter schwebt dicht an mir vorbei. Diffuses Licht. Scheinwerfer lassen Backsteinhäuserfronten orangerot glühen und schneiden durch den kalten Wind, die vom Rotor flappende Herbstluft. Bäume werden geschüttelt, die Blätter zittern und rauschen, reißen ab und flirren mir um den Kopf, in wildem Wirbel über die feuchte... Read More →
Luzid.
Der Morgennebel lichtet sich. Er nimmt ihren Kopf in seine Hände und sie seinen. Es war eine lange Nacht mit klarem Himmel. Es waren die Umsätze ihres Lebens. Alle wollten schweben – ein Kommando wollte die beiden. Aber sie waren langsam. Dann war blaue Stunde. Dann war nur noch Glück. Und der Nebel. Und jetzt ihr Haar in seinen Händen und ihre... Read More →
Freaks.
Urbane Steppe. Keine Träume. Viele Fliegen. In den Kellern toben Freaks. Halbstarke führen das Wort, schlagen Huren, greifen Brüste. Der Alkohol schmeckt nicht, aber die Drogen wirken. Nackte tanzen im Neon. Nehmen Polychlorid. Sehen Sonnen. Schlagen um sich. Razzia! Die Sicherheit rückt ein. Schüsse in die Menge. Und Jubel - die Euphorie der Vollgepumpten.... Read More →
Lyrik
Es ist vorbei.
Diese Bahnfahrten, diese schrecklichen Bahnfahrten. Tote Bäume rauschen an mir vorbei und das kalte Metall der Signalmasten. Es ist eng, die graue Wandverkleidung greift nach mir, zieht meinen Arm, das Fensterglas fließt, läuft wie Melasse zäh über meinen Kopf, eiskalt stechend in den Nacken. Nikotingelbe Jalousien fallen herunter, mein zerfurchter... Read More →
Reise und komm nie zurück.
Um sie herum schneeweiße Wände, ohne Makel, purer Schein. Sie liegt und ihre kleinen Hände greifen ohne Kraft hinein. Direkt ins Gleißen, rein in Sonnen, Lichter blendend aufgereiht. Ohne Not damit begonnen, es brennt wie Glut, sie möchte schreien. Figuren streifen ihren Körper, kalte Küsse auf der Haut. Schemenhafte Schattenmänner, grau in... Read More →
Sapporo.
Und er zieht über Land. Stapft durch den Schnee. Vorbei an Scheunen, Häusern, Schienen. Woran er denkt? An seine Freunde – Eisrosen, die an Fenstern Freunde mimen. Er schaut Sie an. Sie lachen zurück. Aus einem Haus erklingt ein Schrei. Sein Krankenhaushemd weht im Wind, er denkt sich nichts dabei. Schon zuckt es blau. Schnee spiegelt Effekte,... Read More →
Das kleine Mädchen mit der gelben Haarschleife.
Auf dem Schulhof schneidet sie die besten Grimassen, lacht schön laut und frei. Zuhause lässt sie sich anfassen – er sagt sonst wär alles vorbei. Bald wieder Sonntag, dann ist es wie immer, er kommt sie alle besuchen. Erst Ausflug, dann Kaffee und Kuchen, dann Keller: das Neonlicht scheint kalt und hart und mit jeder Berührung noch greller. Und... Read More →
Es ist kalt.
draußen schafft der räumdienst dreck spritzt wild zur seite klar ist heut: kein vogel fliegt Read More →
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