Ein anderes Leben ist möglich.

Subkulturfuckyeah.

Posted: November 28th, 2009 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 19 Comments »

Die Kids sind auf der Suche nach Sex. Nach Sex, Liebe und Gefühl.
Sie zeigen sich. Zeigen ihre Muschis. Zeigen ihre Schwänze.
Schneiden sich. Machen Bilder. Laden sie hoch.

Freundinnen lecken Freundinnen. Jungs küssen Jungs.
Sie haben Narben. Sie wollen fühlen. Was wollen sie fühlen?
Gibt es Pläne? Oder sind die Titten der Plan und der gefilmte Fick?

Sie sind dünn und bluten. Die Tattoos sind cool und sagen “fuck yeah”.
Aber “Tattoo” sagen ist uncool. Die Piercings schmerzen beim Ficken,
sind entzündet.

Dünne Mädels mit großen Brüsten, Jungs mit Ständer, Downtown New York,
Foto von hinten durch die Beine.

Blasen, lecken, Kerben, Fastfood, Nacht, Neon, kotzen, Kotze, Kater,
Träume, Sprüche, ein Arsch, ein Arschloch, Blick ins Leere, Fußsohlen,
Second Hand, Tiermasken, Strand, Strumpfhose, Bauchhaare.

Leere, Liebe, Suche, Schmerz und Inszenierung.

Slut, Ghost, Eat Me, Blood, Fear, Pro Ana.

„I will kill myself. In one way or another.“

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19 Comments on “Subkulturfuckyeah.”

  1. 1 Franzi said at 13:08 on November 28th, 2009:

    Ich hab das gerade gelesen und frage mich ob du findest, das mein Text voll in dieses “Klischee” passt. Auf jeden Fall hab ich selten erlebt, dass jemand genau die richtigen Worte wählt, um das alles zu beschreiben. Großartig.

  2. 2 *indigoidian.de* » Blog Archive » Die Piercings schmerzen beim Ficken said at 13:23 on November 28th, 2009:

    [...] ist keine willkürliche Aneinanderreihung irgendwelcher Worte, sondern die beste, fantastischste, großartigste Beschreibung unserer Generation, die ich bis jetzt gelesen …. Der ganze Text spricht mir aus der Seele und verweist doch auf mich und den Rest da draußen. Ich [...]

  3. 3 kev said at 15:33 on November 28th, 2009:

    großartig!

  4. 4 André said at 19:25 on November 28th, 2009:

    danke. es hat mich wirklich beschäftigt. es ist faszinierend und abstoßend zugleich.

    was ist bloß los? nur diese eine frage. verdammt, was ist bloß los?

  5. 5 Karpfenpeter said at 19:50 on November 28th, 2009:

    Was du immer für krasse Texte schreibst. Die haben irgendwie immer so eine besondere Art von Tiefgang.

    Danke.

  6. 6 André said at 19:55 on November 28th, 2009:

    jetzt wieder und wieder gelesen. betroffenheit.
    -

    und danke. wenn du magst: weitersagen.

  7. 7 Meine 4 Cent für 2009-11-28 | electru.de said at 22:35 on November 28th, 2009:

    [...] Subkulturfuckyeah. “Die Piercings schmerzen beim Ficken, sind entzündet.” [...]

  8. 8 Julie Paradise said at 23:11 on November 28th, 2009:

    wenn man 14 ist und 15, 16, 17, 18 noch, dann denkt man, die älteren könnten das gar nie verstehen, was man jetzt durchmacht, die verwirrung und der hass und der schmerz und das glück und die liebe und all die andere scheiße. aber mit 30 ist es noch genauso, nur daß man nicht mehr ständig schreien mag. sollen doch die 14-, 15-, 16-, 17- und noch die 18jährigen schreien, ich bin heiser.

  9. 9 André said at 23:33 on November 28th, 2009:

    ja? ja. ja! da ist was dran.

    doch es kommt mir so vor, also ob hier etwas sehr exzessives, dekadentes geschieht. etwas, das entgleitet?

    wohlwissend, dass das schon 1000 generationen über 1000 nachfolgende generationen gedacht haben.

    aber leben wir nicht grundsätzlich in einer einschneidenden zeit? in einer zeit, in der weichen gestellt werden?

    und jetzt verlieren sich die kids? es ist so: ich finde mich schon schlimm und ratlos. und dann das…

    und doch: es ist so erschreckend BÄMM. nicht so wirklich neu, aber so… “da”: http://meistermochi.de/2009/10/boheme/

    muss nachdenken.

  10. 10 Julie Paradise said at 23:47 on November 28th, 2009:

    gedacht hat sowas doch jeder, und sei es nur für’s image, die harten waren ehrlich dabei, immerhin.

  11. 11 André said at 00:37 on November 29th, 2009:

    bitte mal noch ein schönes rentiermädchen. ich lechze nach idyll.

  12. 12 tuomaz said at 10:26 on November 29th, 2009:

    Guter Text, der aber natürlich ein Zerrbild widerspiegelt.

  13. 13 ben_ said at 10:43 on November 29th, 2009:

    Holy Moly … das hat mir meiner Lebenswelt nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Jungsein war scheinbar gestern, für mich. Der Text aber ist großartig. Seit Jahren nicht mehr sowas gelesen. Danke.

  14. 14 malte said at 12:58 on November 29th, 2009:

    Bauchhaare? Ist der Text von 1983? Das letzte Bauchhaar auf einem Jungenbauch wurde 2001 in einem Talibancamp geduldet. Seit 9/11 und dem folgenden westlichen Kulturimpact in Afghanistan ist Haar da auch ganz over.
    12 ist die neue 20.

  15. 15 maria said at 15:18 on November 29th, 2009:

    schön beobachtet
    :)

  16. 16 André said at 21:52 on November 29th, 2009:

    danke!

    -

    @malte: nana, man denke nur an den anhaltenden bart-hype.

    12 die neue 20? dann sind wir schon verloren.

  17. 17 Lesezeichen vom 29. November 2009 | PolkaRobot said at 23:30 on November 29th, 2009:

    [...] andrémoch » Subkulturfuckyeah. "Die Kids sind auf der Suche nach Sex. Nach Sex, Liebe und Gefühl. Sie zeigen sich. Zeigen ihre Muschis. Zeigen ihre Schwänze. Schneiden sich. Machen Bilder. Laden sie hoch." [...]

  18. 18 rp__ said at 19:40 on Dezember 5th, 2009:

    … ist also alles wahr, was im “Vice”-Magazin steht? Anscheinend, das liegt auch gratis bei American Apparel aus, wo’s die Strumpfhosen gibt.

  19. 19 André said at 22:27 on Dezember 5th, 2009:

    zum glück nicht. siehe tuomaz_


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