Ein anderes Leben ist möglich.

Metamikt.

Posted: August 26th, 2010 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

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Im schwarzen Garten sehen wir die Männer unsere Kräuter pflücken und die herben Beeren.
Sie knien tief im Quarz mit ihren heißen Körpern, reißen Spalten in den Grund und der Garten wird noch schwärzer. Die Sträucher werden matt und licht, Blätter kräuseln sich zu Asche und wir weinen vor der Laube bewacht von fetten Rüden.

Und dann ist nichts mehr zu ernten, sie haben ihre Körbe voll und rufen ihre Hunde, sehen uns an, drehen Äste aus den Bäumen und greifen unsere Arme. Wir schweigen, erstarren. Es ist still hier.
In den Händen der Männer zerfasert das Holz, sie recken es hoch, verwischen den Himmel und löschen die Sterne und alle Planeten bevor sie uns lassen und raunend verschwinden in die Spalten im Quarz.

Wir setzen uns. Schwülfeuchte Luft. Du sagst wir hatten Glück. Ich nehme deine Hand, es fällt kalter Regen, dickste Tropfen, sie schmecken nach Öl und stehen uns zügig bis zur Hüfte und über den Mund und dann bist du weg. Ich hab dich nicht mehr, ich fühl dich nicht mehr. Ich trinke und trinke und saufe das Öl und saufe bis ich noch in Pfützen sitze. Ich rufe, doch ich höre nichts; der Garten voll Schlick. Ich lege mich hin und sinke ein. Ein letzter Blick, deine Augen. So schön. Und dann alles schwarz.


Fazit.

Posted: August 8th, 2010 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 2 Comments »

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Optionen. Leere. Alles egal.
Gebt mir meinen Verstand zurück.
Ich suche, doch ich fühle nichts.
Meine Haut ist dick.

Keine Ahnung wie was geht.
Neid. Alle anderen sind besser.
Zeit aufzugeben. Keine Lust mehr.
Nachts kommen die Füchse.

Chaos. Alles ist wie Trier sagt.
Angst die Kontrolle zu verlieren.
Lasst mich liegen. Ich verschwinde.
Schluss. Ich will mich nicht.

Die Anderen vor Augen.
Die Angst was zu verpassen.
Dann entdecken was wartet: Nichts.
Alles ist verloren und ich bin klein.
Unglück. Nichts ist wie es soll.
Endlich scheitern.

Ich bin gut. Ich bin beschissen.
Ich zerstöre mich.
Ich zerstöre mich.
Ich zerstöre mich.
Ich zerstöre mich.

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Danke 2raumwohnung
Danke Tocotronic
Danke Cees Nooteboom


Ich werde es ihm abtrotzen.

Posted: Juli 18th, 2010 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

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Tief in der weißen Schlange.
Kein Gefühl mehr in den Waden.

Es regnet, ich hör die Tropfen.
Tukane rufen mich.

Wände aus Incoloy.
Schnelles Schütteln, pompom pompom.

In den Augen brennen Kali und Brom.
Türkises Gewebe, verschwommen.

Meine Haut ist dick.
Alles ist künstlich.

Ich mache mich klein.
Ich begegne mir.
Und ich halte das aus.

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Danke 2raumwohnung
Danke H.C. Andersen


Vor drei Tagen ist einer gesprungen.

Posted: Juni 15th, 2010 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , | 1 Comment »

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Vor drei Tagen ist einer gesprungen, aber keiner hat geweint.
Ich auch nicht. Dabei kannte ich ihn gut. Aber wenn ich weine
schmerzen meine Augen und mein Hals und am Ende mein
ganzer Kopf. Alles fühlt sich an wie ein heißer Klumpen Matsch.
Also habe ich das weggedrückt. Überhaupt drücke ich gerne
mal was weg. Damit bin ich nicht allein. Denn vor drei Tagen
ist einer gesprungen und keiner hat geweint.


Schwarzer Bär.

Posted: Mai 15th, 2010 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

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Schwarzer Bär, schwarzer Bär,
hol mich schnell, ich bitte so sehr.
Ich warte auf der Lichtung, komm her,
hol mich, hol mich schwarzer Bär.

Deine Kinder, deine Kinder,
nimm mich mit zu deinen Jungen.
Lass mich da, ich mag sie und die
heißen Zungen in Wunden.

Ich bin müde, sehr sehr müde,
draußen ist es auch schon dunkel,
aber hier in deiner Höhle
seh ich eure Augen funkeln.

Vögel zwitschern, Blätter rauschen,
es war schön und warm bei dir.
Letzte Luft, ich seh ein Schimmern,
was ich war ist nimmermehr.


Vielleicht würde ich im Normalfall sowas schreiben wie “Ich liebe es!” oder “Groß, ganz groß!”, aber vielmehr lese und höre ich, stiere an die Decke und kann dieses in sich vollendete, wunderschöne und geschlossen vieldimensionale Insgesamtkunstwerk kaum fassen, zucke zusammen, spüre kribbeln, bin erschüttert, apathisch und erfüllt zugleich. Und ja: Weinen aus Respekt.

Posted: März 15th, 2010 | Author: André | Filed under: Input, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , | 1 Comment »

In den Adern des Holzes sehe ich Gesichter,
das ticken der Wanduhr ist wie ein Lied.
Die Dinge um mich bilden ein Muster,
das mich unbeweglich umgibt.

In diesem Räumen liegt sich’s bequemer,
als irgendwo anders jemals zuvor.
Alles um mich wird angenehmer,
ich habe ein leises Summen im Ohr.

Dort aus dem Dunkel schauen zwei Augen,
und ihr Blick ist finster und schön.
Ich merke es genau, doch kann es kaum glauben,
wir werden verwundet durch das was wir sehen.

Der Kampf den wir führen, muss weitergehen.

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Nur ein Beispiel von vielen:
Songtext Free Hospital (Auszug).

Ich bete an: Tocotronic.
Tiefe Verbeugung. Demut. Danke.