Ein anderes Leben ist möglich.

Flocken.

Posted: September 8th, 2010 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

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Wir liegen im Gras an schroffen Klippen
mit Mut zu Farben, Klängen, tausend Jahren.

Feiner Dunst, kühler Tau, angenehm;
unten am Leuchtturm rauscht das Meer.

Wolken waschen unsere Augen.
Polarlicht duftet, schmeckt himmelblau.

Zu viel von allem, Feuer und Flocken.
Wir jubeln, tanzen, lachen tut gut.

Hör mal, Ionen knistern. Alles unendlich.
Vielviel mehr als wir ersehnten.

Regen, ganz süß. Zurück ins Haus in weiche Decken.
Dann chocolat chaud und Pflaumen mit Zimt.
Dann Lithium, Küsse, zusammensein.
Dein Bauch ist warm. Ich liebe dich.
Und sag es nicht.


Metamikt.

Posted: August 26th, 2010 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

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Im schwarzen Garten sehen wir die Männer unsere Kräuter pflücken und die herben Beeren.
Sie knien tief im Quarz mit ihren heißen Körpern, reißen Spalten in den Grund und der Garten wird noch schwärzer. Die Sträucher werden matt und licht, Blätter kräuseln sich zu Asche und wir weinen vor der Laube bewacht von fetten Rüden.

Und dann ist nichts mehr zu ernten, sie haben ihre Körbe voll und rufen ihre Hunde, sehen uns an, drehen Äste aus den Bäumen und greifen unsere Arme. Wir schweigen, erstarren. Es ist still hier.
In den Händen der Männer zerfasert das Holz, sie recken es hoch, verwischen den Himmel und löschen die Sterne und alle Planeten bevor sie uns lassen und raunend verschwinden in die Spalten im Quarz.

Wir setzen uns. Schwülfeuchte Luft. Du sagst wir hatten Glück. Ich nehme deine Hand, es fällt kalter Regen, dickste Tropfen, sie schmecken nach Öl und stehen uns zügig bis zur Hüfte und über den Mund und dann bist du weg. Ich hab dich nicht mehr, ich fühl dich nicht mehr. Ich trinke und trinke und saufe das Öl und saufe bis ich noch in Pfützen sitze. Ich rufe, doch ich höre nichts; der Garten voll Schlick. Ich lege mich hin und sinke ein. Ein letzter Blick, deine Augen. So schön. Und dann alles schwarz.


Ich werde es ihm abtrotzen.

Posted: Juli 18th, 2010 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

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Tief in der weißen Schlange.
Kein Gefühl mehr in den Waden.

Es regnet, ich hör die Tropfen.
Tukane rufen mich.

Wände aus Incoloy.
Schnelles Schütteln, pompom pompom.

In den Augen brennen Kali und Brom.
Türkises Gewebe, verschwommen.

Meine Haut ist dick.
Alles ist künstlich.

Ich mache mich klein.
Ich begegne mir.
Und ich halte das aus.

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Danke 2raumwohnung
Danke H.C. Andersen


Spuk.

Posted: November 17th, 2009 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Nacht und in den kalten Gassen pocht kein Herz, kein Atem geht,
nur Stille und pechschwarze Schatten, müder Wind der schleichend weht.

Ich trete ein in Dunkeheit, schlotternd in den kalten Hauch,
halte mich fest selbst umschlungen und die Angst, sie hält mich auch.

Schwarz vor Schwarz wandern Konturen, Bäume rascheln dunkle Lieder
und die knisternden Figuren jagen Furcht in meine Glieder.

Hier ein Wispern, dort ein Flüstern, besser wär’s ich würde rennen,
doch es sind die schweren Ängste, die fest meine Schritte hemmen.

Ein Gesicht, fade Gestalten: es ist als würden Tannen wandern.
In Not und Schock steh ich versteinert, spüre meinen Mut mäandern.

Zischen, knistern, knastern, rascheln, Stimmen, Laute, Stille, Lärm:
In meinem Kopf, vor meinen Augen ist’s als wenn hier Geister wär’n.

Ein kalter Zug, ein Schlag, ein Blitz. Ich beuge mich im Schmerz zum Bogen.
In meinem Herzen, meiner Seele spüre ich die dunklen Wogen.

Zweige greifen meine Jacke. Was passiert? Ich bin wie Eis.
Dämonen hier in dieser Gasse… meine Augen werden heiß.

Kalter Regen, kalter Regen – frischer Schwall und kühler Kopf.
Bin am Boden, doch am schweben: Klarheit rüttelt meinen Schopf.

Geister, Bäume, Laute, Schmerzen: Alles nur ein böser Traum?
Viel gefeiert, viel getrunken. Morgen gibt der Wahrheit Raum.

Ich stehe wieder, fühle Leben, zitternd aufrecht, Blut am Munde.
Geister sind mir ausgetrieben – was bleibt ist Nebel früher Stunde.


Fleisch.

Posted: November 10th, 2009 | Author: André | Filed under: Neues, Themen | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Auf der Wiese liegen Kühe mit wilden Frisuren.
Am Waldrand drücken sie sich bei Regen unter
Baumkronen dicht aneinander.

Es sind Väter, Mütter, Schwestern, Brüder.
Das Kilo 2,99.


Mimir.

Posted: September 15th, 2009 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik | Tags: , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Ich sitze am Fenster. Schaue in den Regen. Graue Tropfen auf kalter Scheibe. Graue Vögel unter grauen Dächern plustern sich auf und sehen graue Menschen in grauen Autos auf grauem Asphalt. Ihre Gesichter sind grau. So wie der Himmel. So wie die Wolken. So wie die Pfützen. So wie die Bäume. So wie der Tag.

Die Menschen ziehen die Mäntel zu. Der Regen ist stark. Tropfen wirbeln. Tüten flattern. Ein Kind fällt hin und der Regen hört auf.

Mein Blick hängt an der alten Gewerbebrache. Ein Riese lukt über das Dach. Sein rotes Haar kreiselt im Wind. Ich winke ihm zu, er verkneift die Augen, späht quer herüber, winkt kurz zurück, senkt die Hand, duckt sich hinter die Fassade.

Ich lehne mich nach hinten, versinke im Sitz. Die Wolkendecke bricht auf, die Sonne kommt raus, der Wind flaut ab, ich öffne das Fenster, schreibe einen Reim, nippe am Glas, sehe die Vögel, schließe die Augen, atme durch, strecke mich, gähne, beuge mich runter, greife meine Tasche, krame nach Zeug, spüre feuchtwarme Brise, Zettel flattern, ich richte mich auf, haue unter die Tischkante, rubbele meinen Kopf, schaue aus dem Fenster.

Riesenbesuch.


Kaputt.

Posted: September 7th, 2009 | Author: André | Filed under: Lyrik | Tags: , , , , , , , , , , | No Comments »

Große Elefanten
Kalter Regen, dicke Vögel

Bäume mit Haaren
Jetzt die Kraft bewahren

So viel Matsch
Zu viel Schleim in Hosentaschen

Wo ist Schokolade?
Er will Kaffee-Sahne naschen
Und die drallen Dinger packen
Und die blonden Locken

B-Dur funktioniert nicht

Die Droge ruiniert mich…