Ein anderes Leben ist möglich.

Am Ufer.

Posted: Juli 8th, 2010 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

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Sie liegen aufgebahrt auf hellen Scheiten.
Sie liegen aufgebahrt auf hellen Scheiten.

Eine Nacht erstarrt in Schmerz und Trauer.
Eine Nacht erstarrt in Schmerz und Trauer.

Die Fabrik gibt und nimmt, nichts ist umsonst, das ist der Preis; bittere Stunden.
Und dann singen sie, singt die ganze Stadt tränenerstickte Klagen.

Der Fluß spiegelt orangerotes Feuer.
Frauen und Kinder stehen am Ufer, Männer entzünden Gräser und Schilf.

Um sie herum schwirren Falter.
Überall sind sie und überall sitzen sie und dann brennen die Scheite und brennen die Körper
und zischen die Schwärmer in den Flammen.

Und der Wind trägt Gesang, das Weinen und Klagen über die Felder und Hügel
und überall hin, bis alles klagt und weint und sie singen überall,
die ganze Nacht und tagelang bis das Signal ruft und sie folgen und die Maschinen wieder dröhnen,
denn die Fabrik gibt und nimmt, ohne sie ist nichts, wird nichts, kann nichts sein,
sie wissen das und sie nehmen das an, das ist der Preis, nichts ist umsonst.

Sie liegen aufgebahrt auf schwarzen Scheiten


Vor drei Tagen ist einer gesprungen.

Posted: Juni 15th, 2010 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , | 1 Comment »

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Vor drei Tagen ist einer gesprungen, aber keiner hat geweint.
Ich auch nicht. Dabei kannte ich ihn gut. Aber wenn ich weine
schmerzen meine Augen und mein Hals und am Ende mein
ganzer Kopf. Alles fühlt sich an wie ein heißer Klumpen Matsch.
Also habe ich das weggedrückt. Überhaupt drücke ich gerne
mal was weg. Damit bin ich nicht allein. Denn vor drei Tagen
ist einer gesprungen und keiner hat geweint.


Geschmückt.

Posted: April 24th, 2010 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , | No Comments »

Ohne dich gefangen.
Geschmückt mit Schimmer, Gold und Glanz.

Laub fällt auf mein Gesicht.
Von Birken und Eichen rotbraun durch diffuses Licht.

Die Tür geht nicht auf, hier unten im Loch.
Eine Wurzel packt zu. Ich taste, fühle, sehe nichts.

Wer ist da? Ich kaue Erde.
Geschmückt mit Schmerz im Dunkel ohne dich.


Schande, Peinlichkeit, Vergangenheit.

Posted: Februar 12th, 2010 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , | No Comments »

Im Geflecht aus Schmerz und Schande, Peinlichkeit, Vergangenheit
spielt die Psyche über Bande, locht Wahnsinn ein in Wirklichkeit.

Dann bist du müde, bist du schläfrig, bist du ohne Ziel und Plan.

Und du weißt mit grauer Miene wirst auch du zum Teufel fahren.


Reise und komm nie zurück.

Posted: Januar 25th, 2010 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Um sie herum schneeweiße Wände, ohne Makel, purer Schein.
Sie liegt und ihre kleinen Hände greifen ohne Kraft hinein.

Direkt ins Gleißen, rein in Sonnen, Lichter blendend aufgereiht.
Ohne Not damit begonnen, es brennt wie Glut, sie möchte schreien.

Figuren streifen ihren Körper, kalte Küsse auf der Haut.
Schemenhafte Schattenmänner, grau in grau; sie hockt und schaut.

„Wir kümmern uns um dich“, sie flüstern, „kümmern uns um dich, gewiss.“
Sie drückt sich lang an weißen Mauern, nackt, in ihrem Kopf ein Riss.

Jetzt kauert sie in fahler Ecke, fahle Nebel tätscheln sie.
Wo sie streicheln schwarze Flecken, schwarze Löcher fressen sie.

Ihre Schenkel, ihre Arme, ihren Rücken, ihren Mund.
Sie ist nicht mehr, sie ist verschlungen, fortgewischt, gelöscht vom Grund.

Zurück bleibt leis ein schwaches Summen, leer und matt ihr letzter Ton.
Zartes Wimmern… bald verklungen… hier im Nichts. Wen kümmert’s schon.


Subkulturfuckyeah.

Posted: November 28th, 2009 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 20 Comments »

Die Kids sind auf der Suche nach Sex. Nach Sex, Liebe und Gefühl.
Sie zeigen sich. Zeigen ihre Muschis. Zeigen ihre Schwänze.
Schneiden sich. Machen Bilder. Laden sie hoch.

Freundinnen lecken Freundinnen. Jungs küssen Jungs.
Sie haben Narben. Sie wollen fühlen. Was wollen sie fühlen?
Gibt es Pläne? Oder sind die Titten der Plan und der gefilmte Fick?

Sie sind dünn und bluten. Die Tattoos sind cool und sagen “fuck yeah”.
Aber “Tattoo” sagen ist uncool. Die Piercings schmerzen beim Ficken,
sind entzündet.

Dünne Mädels mit großen Brüsten, Jungs mit Ständer, Downtown New York,
Foto von hinten durch die Beine.

Blasen, lecken, Kerben, Fastfood, Nacht, Neon, kotzen, Kotze, Kater,
Träume, Sprüche, ein Arsch, ein Arschloch, Blick ins Leere, Fußsohlen,
Second Hand, Tiermasken, Strand, Strumpfhose, Bauchhaare.

Leere, Liebe, Suche, Schmerz und Inszenierung.

Slut, Ghost, Eat Me, Blood, Fear, Pro Ana.

„I will kill myself. In one way or another.“

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Lies auch


Spuk.

Posted: November 17th, 2009 | Author: André | Filed under: Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Nacht und in den kalten Gassen pocht kein Herz, kein Atem geht,
nur Stille und pechschwarze Schatten, müder Wind der schleichend weht.

Ich trete ein in Dunkeheit, schlotternd in den kalten Hauch,
halte mich fest selbst umschlungen und die Angst, sie hält mich auch.

Schwarz vor Schwarz wandern Konturen, Bäume rascheln dunkle Lieder
und die knisternden Figuren jagen Furcht in meine Glieder.

Hier ein Wispern, dort ein Flüstern, besser wär’s ich würde rennen,
doch es sind die schweren Ängste, die fest meine Schritte hemmen.

Ein Gesicht, fade Gestalten: es ist als würden Tannen wandern.
In Not und Schock steh ich versteinert, spüre meinen Mut mäandern.

Zischen, knistern, knastern, rascheln, Stimmen, Laute, Stille, Lärm:
In meinem Kopf, vor meinen Augen ist’s als wenn hier Geister wär’n.

Ein kalter Zug, ein Schlag, ein Blitz. Ich beuge mich im Schmerz zum Bogen.
In meinem Herzen, meiner Seele spüre ich die dunklen Wogen.

Zweige greifen meine Jacke. Was passiert? Ich bin wie Eis.
Dämonen hier in dieser Gasse… meine Augen werden heiß.

Kalter Regen, kalter Regen – frischer Schwall und kühler Kopf.
Bin am Boden, doch am schweben: Klarheit rüttelt meinen Schopf.

Geister, Bäume, Laute, Schmerzen: Alles nur ein böser Traum?
Viel gefeiert, viel getrunken. Morgen gibt der Wahrheit Raum.

Ich stehe wieder, fühle Leben, zitternd aufrecht, Blut am Munde.
Geister sind mir ausgetrieben – was bleibt ist Nebel früher Stunde.