es maßlos übertreiben und damit durchkommen, das ist kunst

ganz ganz schlimm

Posted: Juni 1st, 2011 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

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ich verabscheue euch für euch kleinkunst zutiefst
was tocotronic sagten

was leicht aussieht ist harte arbeit
was alle sagen

ihr macht lärm, habt nichts im griff
und euer publikum klatscht, weil es aus stuttgart kommt

lustig, nein schade, nein ärgerlich, nein, eher schlimm
ganz ganz schlimm


Du zahlst!

Posted: Mai 31st, 2011 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , | 2 Comments »

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Irgendwann muss einer zahlen und das wirst du sein.
Nur du und kein anderer. Die schauen und schweigen.
Du aber weisst bescheid. Du weisst bescheid, du zahlst
und du freust dich darueber und hast noch einen
schönen Abend. Gutes Gefühl.


Da ist immer was.

Posted: Mai 15th, 2011 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , | 4 Comments »

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Ein dicker Mann, klein auf seinem Sofa. Ihm ist schlecht, ihm ist ganz elend.
Aber er ist ganz bei sich, die Maske hat er abgesetzt. Sein Brot ist schwer belegt.
Verwelkte Scheiben. Kein Hunger.

Allein ist er nicht, da ist immer was. Und er spürt, dass sie heute wieder zu
ihm kommen. Wenn das schwarze Öl die Wände aufsteigt wird ihm kalt und
durch Spalten im Parkett drücken sich die Männer in sein Zimmer.

Sie zapfen ihn an und alles wird schlimmer, nach jedem Besuch ist es immer
noch schlimmer. Das Öl geht und sie gehen, er bleibt und sagt nichts.
Klagt nicht, verliert sich, verzweifelt und zerfasert, wird noch kleiner,
wird zum Männchen, wird ganz zart, verschwimmt und schwindet,
verfliegt zerstäubt aschgrau ins Nichts.


Die beste Analszene des Jahres.

Posted: Mai 10th, 2011 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , | No Comments »

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Alles war mal besser. 70.000 Mark, zack.
Es brechen schwere Zeiten an. Nur 36 Stunden.
Zur Sache kommen. Kasse machen. Alle müssen Kasse machen.
Erfolge. International. Überall. Jeden Tag mit Gonzo-Clips.
Aus den USA: Ein Meer aus Scheiße. Jetzt dagegen halten.
Gegen User Content immer weiter machen. Mit eigenen Portalen.
Schnell was produzieren. Und dann Flatrates. Und hoffen.

Aber wenn man Schmerzen mag,
dann ist das schon schön.


Metamikt.

Posted: Mai 5th, 2011 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Neues | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 1 Comment »

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Im schwarzen Garten sehen wir die Männer unsere Kräuter pflücken und die herben Beeren.
Sie knien tief im Quarz mit ihren heißen Körpern, reißen Spalten in den Grund und der Garten wird noch schwärzer. Die Sträucher werden matt und licht, Blätter kräuseln sich zu Asche und wir weinen vor der Laube bewacht von fetten Rüden.

Und dann ist nichts mehr zu ernten, sie haben ihre Körbe voll und rufen ihre Hunde, sehen uns an, drehen Äste aus den Bäumen und greifen unsere Arme. Wir schweigen, erstarren. Es ist still hier.
In den Händen der Männer zerfasert das Holz, sie recken es hoch, verwischen den Himmel und löschen die Sterne und alle Planeten bevor sie uns lassen und raunend verschwinden in die Spalten im Quarz.

Wir setzen uns. Schwülfeuchte Luft. Du sagst wir hatten Glück. Ich nehme deine Hand, es fällt kalter Regen, dickste Tropfen, sie schmecken nach Öl und stehen uns zügig bis zur Hüfte und über den Mund und dann bist du weg. Ich hab dich nicht mehr, ich fühl dich nicht mehr. Ich trinke und trinke und saufe das Öl und saufe bis ich noch in Pfützen sitze. Ich rufe, doch ich höre nichts; der Garten voll Schlick. Ich lege mich hin und sinke ein. Ein letzter Blick, deine Augen. Schön. Und dann alles schwarz.