es maßlos übertreiben und damit durchkommen, das ist kunst

29.

Posted: Dezember 6th, 2011 | Author: André | Filed under: Keine Lyrik, Neues | Tags: | 1 Comment »

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Ich gucke mir die Welt an. Leute sagen, man muss über die Welt schreiben. Man muss jeden Tag 1000 Zeichen und noch mehr über die Welt schreiben. Damit man überhaupt schreibt. Über den Alltag soll man schreiben und was so passiert.

Ich langweile mich. Warum wollen die Leute die Welt beschrieben haben? Jeden Tag passiert ihnen doch der ganze Kram selbst. Aber sie wollen was sie kennen: Sie haben den ganzen Tag die Welt am Hals und abends gucken sie sie sich dann auch noch im Fernsehen an.

So wie ich heute. Ich gucke Nachrichten. Die “tagesschau” vom 5.12.1991. Da war ich fast neun. Israel, Arbeitsdaten, Terror in Beirut, Hausdurchsuchung bei Nazis in Sachsen. Das ist die Welt. Sie ist, wie sie eben ist. Ändert sich nicht, tritt auf der Stelle, macht nur was sie kennt und das auch noch schlecht. Was tut man da? „Durchhalten!“, sagen die Optimisten.

Ok. Ich halte durch. Das Wetter: Nachts plus drei, im Süden minus drei Grad. So war es. So ist es.  Herzlichen Glückwunsch.

tommorow never dies


One Comment on “29.”

  1. 1 Beachtenswert #1 | antiperson said at 07:28 on Dezember 7th, 2011:

    [...] 29., Andre Moch Ich langweile mich. Warum wollen die Leute die Welt beschrieben haben? Jeden Tag passiert ihnen doch der ganze Kram selbst. Aber sie wollen was sie kennen: Sie haben den ganzen Tag die Welt am Hals und abends gucken sie sie sich dann auch noch im Fernsehen an. [..] Ok. Ich halte durch. Das Wetter: Nachts plus drei, im Süden minus drei Grad. So war es. So ist es.  Herzlichen Glückwunsch. [...]


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